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Disco,Party,Nachtleben...
Das ist nur die eine Seite der Selve, die andere steht nur selten im Vordergrund und wird daher oft vergessen.
Aber die leerstehende Fabrik ist neben den Nachtschwärmern vor allem auch für die Kreativen zum Anziehungspunkt geworden.
Ein Beispiel: Thomas Ernst. Nach zwei Lehren zum Maurer und Maschinenmechaniker hat er eine völlig andere Richtung eingeschlagen:
Heute malt er, giesst seine Ideen in Beton und Bronze oder haut sie in Stein. Mit dieser Ausdrucksweise in Form und Farbe hat er gefunden,
was ihm entspricht. Im Hauptteil seiner Skulpturen zeigt er Elemente des menschlichen Körpers oder bestimmen Mienen und Gesichter die
Wirkung. Ganz klar orientiert er sich nicht am klassisch griechischen Ideal, dem Bestreben nach Schönheit und Harmonie. Bewusst zeigt er
das Leben auch von seiner ungeliebten Seite und will damit zum Denken anregen. Für diese Arbeit bietet ihm die Selve zwischen Güterliften
und Hallenkränen die optimale Umgebung. Das betont er besonders, da er aus eigener Erfahrung weiss, wie schwer es für Künstler ist, brauchbare
und gleichzeitig erschwingliche Räume zu finden. Und in Thun ist ja ausser der Selve nicht viel geblieben... Leute wie Thomas werden immer
dann beachtet, wenn es darum geht, das Image einer Stadt mit lebendigem Kulturgut aufzuwerten. Beim Plattwalzen von Mühlen, Kühlhäusern,
Feuerwehrmagazinen und Hoffmanngebäuden allerdings werden sie ignoriert.
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